Wenn wir über die höchsten Berge der USA sprechen, denken viele sofort an majestätische Gipfel, die in den Himmel ragen. Doch es gibt eine wichtige Unterscheidung, die für Berg- und Reisefans gleichermaßen spannend ist: Der unangefochtene Rekordhalter liegt in Alaska, während die kontinentalen USA einen eigenen, beeindruckenden Giganten zu bieten haben. In diesem Artikel stelle ich Ihnen beide vor und erkläre, was sie so besonders macht.
Denali ist der höchste Berg der USA doch es gibt einen zweiten Rekordhalter.
- Höchster Berg der USA: Der Denali in Alaska ist mit 6.190 Metern der höchste Gipfel Nordamerikas.
- Höchster Berg der kontinentalen USA: Der Mount Whitney in Kalifornien ist mit 4.421 Metern der höchste Berg außerhalb von Alaska und Hawaii ("Lower 48").
- Namensgeschichte: Der Denali hieß früher Mount McKinley und wurde 2015 offiziell umbenannt.
- Schwierigkeitsgrad: Die Besteigung des Denali ist eine extreme Expedition für Profis, während der Mount Whitney eine anspruchsvolle, aber populäre Wanderung ist.

Der Denali, früher bekannt als Mount McKinley, ist nicht nur der höchste Berg der Vereinigten Staaten, sondern auch der höchste Gipfel ganz Nordamerikas. Mit einer offiziellen Höhe von 6.190 Metern (20.310 Fuß) über dem Meeresspiegel thront er majestätisch in der Alaskakette. Er liegt im Herzen des gleichnamigen Denali-Nationalparks in Alaska und ist ein wahrhaft beeindruckendes Naturwunder, das mich immer wieder fasziniert.
Mehr als nur Höhe: Die beeindruckenden Fakten zum Denali
- Der Denali ist der höchste Berg der USA und Nordamerikas.
- Seine offizielle Gipfelhöhe beträgt 6.190 Meter (20.310 Fuß).
- Er befindet sich im Bundesstaat Alaska, eingebettet in den Denali-Nationalpark.
- Sein Name "Denali" stammt aus der Sprache der Athabasken und bedeutet "der Hohe" oder "der Große" eine absolut treffende Bezeichnung, wie ich finde.
Von Mount McKinley zu Denali: Die Geschichte hinter dem Namen
Die Namensgeschichte des Denali ist ein interessantes Kapitel. Lange Zeit war der Berg als Mount McKinley bekannt, benannt nach dem ehemaligen US-Präsidenten William McKinley. Doch 2015 wurde er offiziell in seinen ursprünglichen Namen Denali zurückbenannt. Dieser Name, der aus der Sprache der Ureinwohner Alaskas, der Athabasken, stammt, spiegelt die tiefe kulturelle und historische Bedeutung des Berges für die Region wider. Für mich persönlich ist es ein wichtiges Zeichen des Respekts vor der indigenen Bevölkerung.

Mount Whitney ist der höchste Gipfel außerhalb Alaskas
Während der Denali in Alaska unangefochten an der Spitze steht, gibt es in den zusammenhängenden Bundesstaaten der USA den sogenannten "Lower 48" ohne Alaska und Hawaii einen anderen Rekordhalter: den Mount Whitney. Mit einer Höhe von 4.421 Metern (14.505 Fuß) ist er der höchste Berg Kaliforniens und der gesamten kontinentalen USA. Er liegt malerisch in der Sierra Nevada und bietet eine ganz andere Art von Bergerlebnis als sein arktischer Bruder.
Ein Riese im Vergleich: Denali vs. Mount Whitney im direkten Höhencheck
Um die Dimensionen und Unterschiede dieser beiden Giganten besser zu verstehen, habe ich hier eine Vergleichstabelle zusammengestellt:
| Merkmal | Denali | Mount Whitney |
|---|---|---|
| Höhe | 6.190 m (20.310 ft) | 4.421 m (14.505 ft) |
| Lage (Bundesstaat) | Alaska | Kalifornien |
| Schwierigkeitsgrad der Besteigung | Extrem anspruchsvolle Expedition (nur für Profis) | Anspruchsvolle, aber populäre Wanderung (mit Erfahrung) |
| Typische Besucher | Erfahrene Alpinisten, Nationalpark-Touristen (Aussicht) | Wanderer, Bergsteiger, Naturfreunde |
Warum die Unterscheidung zwischen Alaska und den kontinentalen USA so wichtig ist
Die Unterscheidung zwischen den Rekorden in Alaska und den "Lower 48" ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung. Geografisch gesehen ist Alaska eine riesige, oft isolierte Region mit einem extremen arktischen Klima, das sich grundlegend von dem der südlicheren Bundesstaaten unterscheidet. Die Berge Alaskas sind oft von Gletschern bedeckt und bieten Bedingungen, die denen des Himalaya ähneln. Die klimatischen Herausforderungen, die logistischen Hürden und die schiere Wildnis machen die Berge Alaskas zu einer eigenen Kategorie. Für mich ist es klar, dass man diese beiden Welten nicht einfach in einen Topf werfen kann, wenn es um Rekorde geht.
So erleben Sie den Denali als Besucher oder Bergsteiger
Der Denali-Nationalpark zieht jährlich über 600.000 Besucher an, die die unberührte Wildnis und die atemberaubende Landschaft erleben möchten. Die Hauptbesuchszeit ist der Sommer, wenn die Temperaturen milder sind und die Tierwelt aktiv ist. Als Besucher können Sie den Berg von verschiedenen Aussichtspunkten aus bewundern, an geführten Bustouren teilnehmen, die tief in den Park führen, oder kurze Wanderungen unternehmen. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, die schiere Größe und Schönheit dieser Region zu sehen, auch wenn man den Gipfel nicht selbst besteigt.
Die ultimative Herausforderung: Was eine Denali-Besteigung wirklich bedeutet
Die Besteigung des Denali ist keine leichte Aufgabe; sie ist eine ernsthafte Expedition, die nur für erfahrene und gut vorbereitete Alpinisten geeignet ist. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Anforderungen immens sind.
- Schwierigkeit: Der Denali gilt als einer der kältesten und windigsten Berge der Welt. Die extremen Wetterbedingungen, die große Höhe und die Notwendigkeit, schwere Ausrüstung über Gletscher zu transportieren, machen ihn zu einer der größten Herausforderungen im Alpinismus.
- Kosten: Eine geführte Expedition ist kostspielig. Die Preise liegen typischerweise zwischen 6.500 und über 8.000 US-Dollar, ohne die Kosten für Flüge und persönliche Ausrüstung.
- Beliebteste Route: Die am häufigsten genutzte Standardroute ist die West-Buttress-Route, die zwar als "technisch einfacher" gilt, aber dennoch extreme physische und mentale Stärke erfordert.
- Beste Saison: Die beste Zeit für eine Besteigung ist in der Regel von Mai bis Juli, wenn die Tage länger sind und das Wetter tendenziell stabiler ist "stabiler" ist hier natürlich relativ zu sehen.
Den Mount Whitney besteigen: Ein begehrtes Wanderabenteuer
Im Gegensatz zum Denali ist die Besteigung des Mount Whitney ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger, die eine anspruchsvolle, aber machbare Tour suchen. Der Hauptwanderweg, der Mount Whitney Trail, ist etwa 35 Kilometer lang (Hin- und Rückweg) und überwindet dabei fast 2.000 Höhenmeter. Es ist eine der begehrtesten Wandertouren in den USA, und das aus gutem Grund: Die Aussicht vom Gipfel der Sierra Nevada ist einfach spektakulär.
Das Lotterie-System: Wie man an die begehrte Genehmigung kommt
Aufgrund der hohen Nachfrage und zum Schutz der empfindlichen Bergumwelt ist für die Besteigung des Mount Whitney ganzjährig eine Genehmigung (Permit) erforderlich. Besonders in der Hauptsaison wird die Vergabe dieser Permits über ein Lotteriesystem geregelt. Wer den Mount Whitney besteigen möchte, muss sich frühzeitig bewerben und hoffen, zu den Glücklichen zu gehören. Es ist ein System, das die Beliebtheit des Berges unterstreicht und gleichzeitig hilft, die Natur zu bewahren.
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Die höchsten Gipfel nach Denali und Whitney
Obwohl Denali und Mount Whitney die unangefochtenen Spitzenreiter sind, gibt es in den USA noch viele weitere beeindruckende Gipfel, die die Herzen von Bergsteigern und Wanderern höherschlagen lassen. Viele dieser Giganten finden sich in den Rocky Mountains und der Kaskadenkette. Hier sind die nächsthöchsten Berge nach Denali und Whitney, die ich persönlich sehr schätze:
- Mount Elbert (Colorado): Mit 4.401 Metern ist der Mount Elbert der höchste Berg der Rocky Mountains und des Bundesstaates Colorado. Er ist ein beliebtes Ziel für Wanderer.
- Mount Rainier (Washington): Dieser aktive Vulkan in der Kaskadenkette erreicht eine Höhe von 4.392 Metern. Seine vergletscherte Pracht ist von weitem sichtbar und zieht Bergsteiger aus aller Welt an.
- Mount Williamson (Kalifornien): Ebenfalls in der Sierra Nevada gelegen, ist der Mount Williamson mit 4.383 Metern der zweithöchste Gipfel Kaliforniens und ein anspruchsvolles Ziel für erfahrene Alpinisten.
